Konfitüre & Einmachen · Ofen-Methode
Mirabellen-Konfitüre ohne Gelierzucker – und sie wird trotzdem fest
Diese Mirabellen-Marmelade ohne Gelierzucker gelingt zuverlässig, weil reife Mirabellen von Natur aus ausreichend Pektin und Fruchtsäure mitbringen. Der Ofen erledigt die Arbeit fast von allein: Kein ständiges Rühren, kein Anbrennen, dafür ein intensives, volles Fruchtaroma, das auf dem Herd so kaum entsteht. Ein Kilogramm Mirabellen ergibt in dieser Methode rund 3 bis 4 Gläser à 200 ml – aus einer einzigen Ernte schon ein kleiner Vorrat für den Winter. Das natürliche Einkochen ohne Zusatzstoffe schützt den Fruchtzucker vor Überhitzung und bewahrt die goldgelbe Farbe der Mirabellensaison von Juli bis August.
🥗 Nährwerte pro Portion (1 EL, ca. 20 g)
🧰 Utensilien
- Auflaufform oder tiefe Backofenform (mind. 30 × 20 cm)
- Großes Schneidebrett und Messer zum Entkernen
- Große Schüssel zum Mischen
- Küchenwaage
- Stabmixer oder Kartoffelstampfer (je nach gewünschter Konsistenz)
- Einmachtrichter (Einmachhilfe)
- 4–5 saubere Schraubgläser à 200 ml, hitzebeständig
- Kleiner Teller, kalt im Kühlschrank (für den Geliertest)
- Topfhandschuhe
🛒 Die Zutaten
- 1000 g reife Mirabellen (entkernt ca. 800 g)
- 700 g Haushaltszucker (Verhältnis 1:0,7 Frucht zu Zucker)
- 30 ml frischer Zitronensaft (ca. 1 Zitrone)
- 1 Stk. Vanilleschote (optional, aufgeschlitzt)
- 20 ml Amaretto (optional, gibt eine feine Mandelnote)
👨🍳 Zubereitung
Fortschritt: 0 % der Schritte erledigt
⏱ 10 min Auf die Zeitangaben in den Schritten tippen, um einen Timer zu starten.
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Gläser sterilisieren. Schraubgläser und Deckel mit kochendem Wasser übergießen oder 10 Minuten bei 100 °C im Ofen erhitzen, dann auf einem sauberen Küchentuch kopfüber abtropfen lassen. Saubere Gläser verhindern Schimmel – der wichtigste Hygieneschritt beim Einmachen. ⏱ 10 min
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Mirabellen vorbereiten und entkernen. Früchte waschen, halbieren und den Stein mit einem kleinen Messer herauslösen. Überreife oder beschädigte Stellen großzügig abschneiden. Reife, aber nicht matschige Mirabellen enthalten das meiste natürliche Pektin und geben der Konfitüre Festigkeit.
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Früchte mit Zucker und Zitronensaft mischen. Die entkernten Mirabellen (ca. 800 g) in einer großen Schüssel mit 700 g Haushaltszucker und 30 ml Zitronensaft vermengen. Wer möchte, gibt jetzt die aufgeschlitzte Vanilleschote dazu. Alles 30 Minuten ziehen lassen – der Zucker zieht Saft und aktiviert das natürliche Pektin. ⏱ 30 min
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In die Backofenform geben und in den Ofen schieben. Die Frucht-Zucker-Mischung gleichmäßig in eine tiefe Auflaufform (mind. 30 × 20 cm) gießen. Ofen auf 150 °C Ober-/Unterhitze (130 °C Umluft) vorheizen und die Form auf der mittleren Schiene einschieben. Die niedrigere Temperatur schützt das Aroma, während der Zucker langsam karamellisiert und mit dem Fruchtsaft eindickt. ⏱ 60–70 min
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Nach 60 Minuten einmal umrühren und Konsistenz prüfen. Die Oberfläche sollte leicht sprudelnd und die Masse deutlich eingedickt sein. Wer eine glattere Konfitüre möchte, jetzt kurz mit dem Stabmixer pürieren. Für eine stückige Textur einfach so lassen oder grob mit dem Kartoffelstampfer bearbeiten. Vanilleschote herausnehmen.
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Geliertest (Gelierprobe) durchführen. Einen Teelöffel der heißen Masse auf den vorher kaltgestellten Teller geben und 1 Minute warten. Schiebt sich die Masse beim Schräghaltens des Tellers kaum – die Marmelade ist fertig. Läuft sie noch dünnflüssig, weitere 10 Minuten im Ofen lassen und nochmals prüfen. ⏱ 1 min
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Heiß in Gläser füllen und verschließen. Die heiße Konfitüre sofort mit einem Einmachtrichter bis 1 cm unter den Rand in die sterilisierten Gläser füllen, Deckel fest zudrehen und die Gläser für 5 Minuten auf den Kopf stellen. Das Vakuum entsteht beim Abkühlen und sorgt für Haltbarkeit. Danach umdrehen und vollständig auskühlen lassen. ⏱ 5 min
Das Rezept auf einen Blick
Reife Mirabellen mit Haushaltszucker und Zitronensaft mischen, 30 Minuten ziehen lassen und anschließend 60 bis 70 Minuten bei 150 °C im Ofen einkochen. Ein kurzer Geliertest auf dem kalten Teller zeigt, ob die Konfitüre fertig ist. Heiß in sterilisierte Gläser füllen, verschließen und kopfüber auskühlen lassen – fertig ist ein goldgelber Fruchtaufstrich ohne Gelierzucker und ohne ständiges Rühren.
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✨ Meine Mirabellen-Konfitüre – drei Variationen, die ich immer wieder mache
Das Grundrezept lässt sich wunderbar abwandeln, ohne den einfachen Ablauf zu verändern. Hier sind die drei Varianten, die bei mir jede Saison wieder auf den Tisch kommen:
Mirabellen-Lavendel-Konfitüre: 1 Teelöffel getrockneter Lavendelblüten zusammen mit den Früchten in die Backform geben. Die Blüten vor dem Abfüllen heraussieben. Das Ergebnis schmeckt nach Südfrankreich – auf frischem Weißbrot kaum zu übertreffen.
Mirabellen-Vanille-Marmelade: Eine ganze Vanilleschote mit einkochen (Schote nach dem Garen herausnehmen, das Mark in die Masse rühren). Die Vanille rundet die Süße der Mirabellen ab und macht die Konfitüre besonders festtauglich.
Zuckerreduzierte Variante: Das Verhältnis auf 1:0,5 (Frucht zu Zucker) reduzieren und die Menge Zitronensaft auf 45 ml erhöhen. Die Konsistenz wird etwas weicher, aber der Fruchtgeschmack kommt noch deutlicher durch. Diese Variante hält sich wegen des geringeren Zuckeranteils kürzer – im Kühlschrank 4 bis 6 Wochen nach dem Öffnen aufbrauchen.
❄️ Aufbewahrung
Ungeöffnete Gläser halten sich an einem kühlen, dunklen Ort (Keller oder Speisekammer, unter 18 °C) bis zu 12 Monate. Nach dem Öffnen das Glas in den Kühlschrank stellen und die Konfitüre innerhalb von 3 bis 4 Wochen aufbrauchen. Zeigt sich Schimmel – auch nur ein kleiner Fleck – das gesamte Glas entsorgen. Der hohe Zuckeranteil (Verhältnis 1:0,7) wirkt als natürliches Konservierungsmittel, deshalb unbedingt auf saubere Gläser und einen festen Schraubverschluss achten.
🍷 Saison & Begleitung
Ideale Saison:



